Was ist eigentlich Fructose?

Fructose oder auch Fruktose, umgangssprachlich auch Fruchtzucker genannt, ist eine chemische Verbindung, die in der Natur vorkommt. Fructose ist ein Einfachzucker (es ist nur ein Zuckermolekül vorhanden) und gehört somit zu den Kohlenhydraten. Der Schmelzpunkt liegt bei 103° C und das weiße, geruchlose und kristalline Pulver ist in Wasser sehr leicht löslich. Wie es der Name schon sagt, kommt Fructose in Obst, aber auch in Gemüse, Honig und vielen anderen Lebensmitteln vor, was in dieser Form bei gerechtem Verbrauch nicht schädlich ist. Im Gegensatz zum industriell künstlich hergestelltem Fruchtzucker, wie er zum Beispiel in Fertigprodukten vorkommt und auch bestimmte Krankheiten hervorrufen kann.

In welchen Lebensmitteln ist Fructose enthalten?

Von manchen Lebensmitteln denkt man nicht, dass diese überhaupt Fructose enthalten. So findet man zum Beispiel in Früchtejoghurt, mariniertem Fleisch und Fisch, Äpfel, Birnen, Pfirsichen, Mais, Zwiebeln, Karotten, Gurken, Bohnen, Erbsen, Zucchini, Fenchel, Mayonnaise, Salatdressings, Brot mit Zusätzen, Marmelade, Sirup, Gelee und Honig Fructose.

Dagegen zählen vor allem alle naturbelassenen Produkte und Gewürze, wie diverse naturbelassene Milchprodukte ohne Zusätze, frischer Fisch und frisches Fleisch zu fructosearmen bzw. fructosefreien Lebensmitteln. Auch Zitrusfrüchte (Orangen, Zitronen Limetten), Feld-/Kopfsalat, Spinat, Brokkoli, Rettich, Spargel, Radieschen, Pilze, Kartoffeln (hier aber nicht mehr als 250 g pro Tag), Brot ohne Zusätze, Margarine, Butter, Öl, Fett sowie Tee, Kaffee und Gemüsesäfte beinhalten kaum Fructose.

Wie wirkt sich Fructose auf den menschlichen Körper aus?

Es wird empfohlen, dass ein gesunder Mensch 25-80 Gramm Fruchtzucker pro Tag zu sich nehmen kann, ohne dass weitere Folgen entstehen. Für Menschen mit einer Intoleranz ist die Menge von 80 Gramm pro Tag schon zu viel. Man sagt, dass Fruchtzucker das Hormon Leptin hemmt. Leptin ist verantwortlich für das Sättigungsgefühl. Die Information des “Sattseins” wird durch das Leptin von den Verdauungsorganen zum Gehirn geleitet, was allerdings durch

Fruchtzucker gestört wird. Die Folge daraus ist Hunger.
Außerdem hat Fructose eine besondere Bedeutung in der Diabetiker-Ernährung. Als Süßungsmittel wird Fruchtzucker sehr gern benutzt, da dieses vom Organismus anders verarbeitet wird als industriell hergestellte Süßungsmittel. Da für den Abbau von Fruchtzucker im Körper zwar kein Insulin bereitgestellt werden muss, ist Fructose noch lange nicht gesünder oder verträglicher für Diabetiker.

Welche Krankheiten kann ein übermäßiger Konsum von Fructose auslösen?

Ob die übermäßige Aufnahme von Fructose ursächlich für diverse Krankheiten ist, ist nicht zu 100% bewiesen. Allerdings hat sich gezeigt, dass das Übermaß an Fruchtzucker Magen-Darm-Probleme auslösen, Lebererkrankungen verursachen, Übergewicht fördern, Blutfettwerte beeinflussen und Gichtanfälle fördern kann.

Was ist eine Fructoseintoleranz?

Die Aufnahme einer großen Menge von Zucker wird von vielen Menschen nicht vertragen. Man spricht dann von einer Fructoseintoleranz bzw. einer Fructosemalasorption, wenn der Darm die aufgenommene Menge Fruchtzucker nicht vollständig aufnehmen kann. Bei den Betroffenen kommt es dann zu Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall. Eine wirkliche Behandlung und Therapie gibt es gegen eine Fructoseintoleranz nicht, sie lässt sich aber mit einer kontrollierten Ernährung in den Griff bekommen. Dabei muss auch nicht komplett auf Obst und Gemüse verzichtet werden.

Wie wird Fructose verdaut?

Der Dünndarm ist der Hauptverdauungsort des Fruchtzuckers. Oftmals galt die Leber als dieser. In die Leber oder sogar in den Dickdarm gelangt überschüssige Fructose, welche im Dünndarm nicht verarbeitet werden konnte. Dort verursacht der nicht verdaute Fruchtzucker Probleme.

Welche Tests gibt es für Fructoseintoleranz?

Es gibt drei mögliche Tests, die das Vorliegen einer Fructoseintoleranz bestätigen können. 1. das Ernährungstagebuch, 2. Selbst- und Provokationstests und 3. der H2-Atemtest. Alle Tests sollten mit dem behandelnden Arzt abgesprochen und durchgeführt werden.

Fructosetabelle auf Lebensmittelunverträglichkeiten

Eine Fructoseintoleranz gehört zur Gruppe der Lebensmittelunverträglichkeiten. Die Fructosetabelle auf Lebensmittelunvertraeglichkeiten gibt Ausschluss darüber, welche Lebensmittel man bei einer Fructoseintoleranz zu sich nehmen kann. Dies erfolgt mittels eines Ampelsystems. Rot bedeutet ungeeignet, gelb ist bedingt geeignet und grün ist gut geeignet. Zum Einkauf der richtigen Lebensmittel und zur Kontrolle der Ernährung sollte diese Tabelle zu Rate gezogen werden.

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